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X-MEN ORIGINS: WOLVERINE

X-MEN ORIGINS: WOLVERINE (2009)

Regie: Gavin Hood
Drehbuch: David Benioff und Skip Woods

Darsteller: Hugh Jackman, Liev Schreiber, Danny Huston, Dominic Monaghan, Ryan Reynolds

Kamera: Donald M. McAlpine
Schnitt: Nicolas De Toth, Megan Gill
Musik: Harry Gregson-Williams

Laufzeit: 107 min.
Dt. Start: 29.04.09
Verleih: Fox Germany


Hugh Jackman (AUSTRALIA, VAN HELSING, KATE & LEOPOLD) schlüpft wieder in die Rolle, die ihn zum Superstar machte: Wolverine - der Mann mit den unverkennbaren Stahlklingen, bemerkenswerten Selbstheilungskräften, ruppigem Charme und einer gehörigen Portion trockenem Humor.

X-MEN ORIGINS: WOLVERINE erzählt die Vorgeschichte Logans mit Augenmerk auf seine mysteriöse Vergangenheit, seine komplexe Beziehung zu Victor Creed (Liev Schreiber) und das ominöse Weapon X-Programm. Der Zuschauer erfährt, wer Wolverine wirklich ist. Woher kommen seine Klingen, sein Adamantium-Skelett und seine Selbstheilungskräfte? Was hat seine Persönlichkeit geprägt? Was steckt hinter seinem inneren Konflikt und seiner Rache? Der beliebteste der X-Men-Charaktere zeigt auch seine emotionale Seite und Tiefe und wird erneut in ein spektakuläres Geschehen voller Spannung und Überraschungen verwickelt.

Atemberaubende Action und Special Effects gepaart mit großen Gefühlen und einem grandiosen Hugh Jackman in der Titelrolle werden sicherlich nicht nur X- Men-Fans begeistern.

X-MEN ORIGINS: WOLVERINE - Ab Mittwoch, den 29. April 2009 nur im Kino.



Review:

Im Jahre 2000 überraschte uns mit X-MEN eine Comic Verfilmung die ein wenig anders war als die Verfilmungen vorher.
(SUPERMAN – THE MOVIE und ein paar der BATMAN Filme ausgenommen).
Comic Verfilmungen waren plötzlich IN und wurden auf einmal auch vom „normalen“ Publikum heiß begehrt.
Man darf nicht vergessen, dass X-MEN den Weg zu SPIDER-MAN (2002) ebnete.

Ab da an besuchten uns die X-MEN alle 3 Jahre wieder.
Mit X-MEN 2: X-MEN UNITED (2003) kam eine der besten Comic Verfilmungen überhaupt in die Kinos, gefolgt von X-MEN: THE LAST STAND im Jahre 2006.
Von vielen Geeks nicht gemocht (weil es im Netz so geschrieben steht), fand ich den dritten Film persönlich besser als den ersten.
Einziges Manko von X-MEN: THE LAST STAND, meiner Meinung nach:
Wolverine, der coolste und wichtigste von den X-MEN, war im dritten Abenteuer eher ein "Gaststar".

Das ist diesmal, wieder drei Jahre später, nicht der Fall!
In X-MEN ORIGINS: WOLVERINE haben wir die absolute Hugh Jackman/Wolverine Show.

Der Film strotzt so vor Wolverine/Jackman Momente, dass der Rest erstmal total egal ist.
Mir jedenfalls.
Geht man an den Film als Comic Geek ran, hat man bestimmt einige Probleme mit der Nutzung bestimmter Mutanten.
Geht man an den Film als Action-Kino Fan heran, hat man einen soliden 105 minütigen Action Film vor sich, der aber nach verlassen des Kinosaals wieder komplett aus dem Kopf entschwindet.



Zu sehr haben sich die Autoren Mühe gegeben die Handlungs Elemente des Film an den ersten X-MEN Film anzupassen.
Damit, wir die Kino-Besucher, direkt danach den ersten gucken können und sofort wissen wieso das alles in X-MEN ORIGINS: WOLVERINE passiert ist.

Nur wieso, frage ich mich. Dies ist kein STAR WARS – EPISODE III wo Obi-Wan Baby Luke auf Tatooine abgibt.

Im Comic Universum von Marvel – der Heimat der X-MEN – werden Geschichte sowieso kreuz und quer umgebaut.
Wozu dies in diesem Film tun?
Die Handlung wäre um einiges spannender gewesen wenn wir nicht mit Figuren zugeballert würden, von denen wir vorher wissen ob sie umkommen oder gut oder böse sind.

Wozu so tun als ob wir nicht wüßten was mit General Stryker wäre (der in älterer Form in X-MEN 2 auftaucht).
Wozu ein paar der anderen Kino X-MEN ansatzweise anreissen wenn sie mit der WOLVERINE Geschichte nicht verbunden sind.
Und wozu
(Spoiler – Fläche markieren um den Text zu lesen – hat aber nichts mit der Handlung zu tun, ist eher ein Gastauftritt)
Professor Xavier am Schluß einbauen? Damit das Publikum OOOOHHHHH summt?
Xavier ist kein Chewbacca, der kurz zu sehen ist und Emotionen von früher weckt.
Der Professor war vor drei Jahren im Kino, nicht vor 22?

(Spoiler Ende)

Auf jeden Fall brilliert Hugh Jackman auf ganzer Linie.
Dies ist die Apotheose seines Wolverine Characters.

Schon bei X-MEN 2 fiel mir auf, dass Hugh Jackman der neue Harrison Ford werden könnte. Ford hatte seinen Han Solo und seinen Indiana Jones und Jackman nach Wolverine Van Helsing angekündigt. Leider ist es nicht sein INDIANA JONES geworden, obwohl der Film bei mir wegen ihm einen Pluspunkt bekommt und deswegen in meiner DVD Sammlung landete.

(Übrigens die Blu-ray ist gerade erschienen)

Was ein wenig nervte war die Beziehung zwischen Wolverine undVictor. Da wir wissen, dass Victor später mal der hässliche Sabertooth aus dem ersten Film wird, sind die
Zweikämpfe der beiden (leider vier mal) unspannend, unwichtig und unimposant - falls es dieses Wort überhaupt gibt.
Ausserdem nervt Liev Schreibers Darstellung des "Bösen" Bruders. Er guckt immer nur finster, zeigt uns seine spitzen Eckzähne und jeder Zweikampf mit Wolverine beginnt mit seinem dämmlichen animalischen rumgehopse, dass leider zu sehr an das WOLF (1994) Fiasko mit Jack Nicholson und James Spader erinnert.



Zu den Nebenfiguren:

Gambit taucht auf, Schauspieler ist leider zu blass für die Rolle und zu kurz eingesetzt.

Ryan Reynolds als Deadpool: wieso kriegt dieser – meiner Meinung nach – schlechte Schauspieler immer Rollen in den großen Produktionen???
Der spielt doch immer wieder den gleichen "frechen jungen" Typen. Hier spielt er sogar seine schlechte „Paraderolle“ aus dem abgrundtief schlechten BLADE – TRINITY.
Und sein Auftritt im Showdown:
ob das nun Reynolds wäre oder jemand wie Ray Park (Darth Maul in THE PHANTOM MENACE und im August im G.I.JOE: THE RISE OF COBRA) wäre – kein Unterschied!

Sehr positiv zu erwähnen ist die Anfangs Montage (nach der Rückblende) in der wir erleben wie die beiden Brüder zahlreihe Kriege überleben!

Fazit: kein Hammerfilm, aber auch kein ELEKTRA oder DAREDEVIL.

Wie er im Vergleich zu den drei X-MEN Filme ist?
Er ähnelt dem ersten Film (keine Höhepunkte), hat Elemente aus dem zweiten (Weapon X und so weiter) und die fehlenden Substanz aus dem dritten (Mutanten kreuz und quer, die einfach ihre Fähigkeiten irgendwo anwenden).

Klingt nicht so gut, oder?

Aber als Hugh Jackman Action Abenteuer ist er alle mal unterhaltsam.

P.S. Nicht vor Ende des Abspanns abhauen, ein kleiner Hinweis auf einen möglichen zweiten Film taucht ganz zu Schluß auf. Vestehen aber eher die Comic Fans, die Presseleute die mit mir drin saßen waren empört, dass sie nur "deswegen" noch sitzen bleiben mussten!


GreekGeek - April, 26, 2009



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