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UP

UP

Regie: Pete Docter, Bob Peterson
Drehbuch: Bob Peterson, Pete Docter

Darsteller: Edward Asner, Christopher Plummer, Jordan Nagai, Bob Peterson, Delroy Lindo, Jerome Ranft


Schnitt: Katherine Ringgold

Musik: Michael Giacchino

Laufzeit: 96 min.
Dt. Start: 17.09.09
Verleih: Walt Disney Pictures


Der Himmel ist die Grenze?
Nicht für Carl Fredricksen, der sich im Alter von 78 Jahren einen Lebenstraum erfüllt:
Eine Reise in das Amazonas-Gebiet.

Doch Carl besteigt nicht etwa ein Flugzeug, das ihn nach Südamerika bringen soll, nein, der ehemalige Ballonverkäufer befestigt an seinem Häuschen Tausende von Luftballons und entschwebt in den Himmel. Was Carl zunächst nicht ahnt:
Der achtjährige Pfadfinderjunge Russell hat sich heimlich auf die Veranda geschlichen.
Als er ihn entdeckt, ist der grantige Rentner zunächst nicht begeistert. Doch Carl hat keine andere Wahl, als die Quasselstrippe Russell mit auf diese Reise zu nehmen, die aus dem alten Mann und dem kleinen Jungen ein eingeschworenes Team machen wird, zwischen das kein Bananenblatt mehr passt.

Nach seinen großen Erfolgen DIE MONSTER AG (Regie) und TOY STORY (Co-Writer) präsentiert Regisseur Pete Docter zusammen mit Co-Regisseur und Drehbuchautor Bob Peterson (Drehbuch FINDET NEMO) ein ungleiches Duo auf der Leinwand, das vor Witz und Energie nur so sprüht.
Heben Sie ab mit Carl und Russell und begleiten den kauzigen Rentner und den aufgeweckten Jungen auf ihrem herrlich komischen Trip durch den Urwald.

Erleben Sie, wie auf der ungewöhnlichen Reise kindlicher Leichtsinn auf die Gelassenheit des Alters trifft – mit einem ungewöhnlichen Ergebnis für alle!



Review:

Es ist das dritte Jahr hintereinader, dass ich von einem Pixar Film komplett verzaubert werde.

Und das von einem Team, dass dies mit mir seit November 1995, als ich als einer der ersten in New York TOY STORY sehen durfte, tut!

2007 schaffte es RATATOUILLE mein persönlicher Favorit des Jahres zu werden und letztes Jahr war WALL-E - auch wenn Indy Jones und Batman noch vor ihm stehen - mein heimlicher Gewinner 2008!



Und nun stehen wir mit UP vor dem 10. Spielfilm der Pixar Animation Studios!
Und mit UP ist ihnen mal wieder ein Juwel geglückt. UP ist locker der beste Film des Jahres und einer der stärksten überhaupt.

Mit einer simplen aber gefühlvoll-wundersamen Geschichte werden die Zuschauer (ich jedenfalls) an Ecken ihres Herzens geführt, die sie selbst vor sich verstecken.

Hauptthema des Films sind "verpasste Chancen".
Nicht unbedingt die Chancen des Lebens die man verpasst weil man sich nicht traut - Element vieler anderer Geschichten -sonder eher Chancen die verpasst werden weil andere Prioritäten das Leben bestimmen.



Hauptfigur Carl Fredricksen wirkt, besonders in den Trailern, wie ein alter sturrer, schroffer Mann. Sobald man ihn aber in den Rückblenden am Anfang des Films sieht mehr oder weniger sich selber.
Und sobald er als alter Mann zu sehen ist wird alles mehr als verständlich.
Aber vorher ist da der wunderbare Rückblick auf sein Leben und seine Liebe.
Und wer sich nicht in das kleine Mädchen/junge Frau verliebt, ist nicht von dieser Welt.
Diese Rückblick-Sequenz aus Carls Leben ist das wunderschönste was je aus Pixars Rechner gekommen ist.
Und, beim Gott der Computeranimateure, Pixar hat viele wundervolle Sequenzen seit 95 erschaffen.
Es sind mal grade 15 Minuten von UP vergangen und GreekGeek liegt heulend im Kinosessel.
Ich guck im mich herum, die Kids schauen sich interessiert diese Sequenz an und bei ihren Eltern kullern leise Tränen runter - phantastisch!

Und danach beginnt, dass Abenteuer.
Die Entscheidung etwas zu erreichen auch wenn es bereits zu spät ist.
Doch Carls Begleiter, der kleine Russell hat seine eigenen Problemchen, wie z.b. Anerkennung (ok, da sah ich mich auch noch).

Das interessante jedoch ist, dass die abenteuerliche Reise das Abenteuer ist, nicht das Ziel.
Das Ziel ist zwar so wie erwartet, aber das was Carl dort vorfindet ist nicht das woran er seit Jahrzehnten geglaubt hat.

Es ist so als ob ich es nach Hollywood schaffe und plötzlich merke, dass es gar nicht das ist was ich dachte.
Wenn mich dies dann noch zu einem selbstsicheren Menschen macht, wie Carl nach dem Erlebnis, dann bin ich zufrieden.



Mehr will ich nicht zu UP erzählen, außer, dass es ein Meisterstück geworden ist und Regisseur Pete Docter, zusammen mit seinem MONSTERS, INC., zwei meiner allerliebsten Filme aller Zeiten gedreht hat.

Und auch, dass Michael Giacchinos Score auch noch der bis jetzt beste Score des Jahres ist und dass Giacchino sich zu meinem Jerry Goldsmith-Ersatz entwickelt in dem er im gleichen Sommer Scores zu unterschiedlichen Filmen komponiert:

STAR TREK, UP und LAND OF THE LOST
- erinnert an Goldsmiths 1995, mit CONGO, FIRST KNIGHT und THE GHOST AND THE DARKNESS.

FAZIT:

Auf keinen Fall verpassen. Pflichtfilm des Jahres für Liebhaber gut erzählter Geschichten.


GreekGeek - August, 23, 2009



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