THOR

THOR (2011)

Regie: Kenneth Brannagh

Drehbuch: Ashley Miller & Zack Stentz, Don Payne

Darsteller: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Anthony Hopkins, Stellan Skarsgård, Kat Dennings, Clark Gregg

Kamera: Haris Zambarloukos
Musik: Patrick Doyle
Laufzeit: 114 min.

Dt. Start: 28.04.11
Verleih: Paramount Pictures


Asgard – das sagenumwobene Königreich der Götter. Hier hat sich der mächtige Thor (Chris Hemsworth) als wagemutiger und tapferer Krieger einen Namen gemacht. Doch durch eine rücksichtslose, mutwillige Entscheidung entfesselt der ebenso arrogante Donnergott aufs Neue einen seit Generationen befriedeten Krieg im Götterreich.

Zur Strafe wird Thor daraufhin von seinem Vater Odin (Anthony Hopkins) auf die Erde verbannt und ist gezwungen, sein Dasein unter den Menschen zu fristen. Die Rückkehr in seine Heimat ist ihm erst gestattet, wenn er gelernt hat, seine Überheblichkeit zu zügeln und seine Kräfte nach den göttlichen Regeln von Asgard zum Wohle aller einzusetzen.

Es ist ein harter Aufschlag auf der Erde für Thor – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman) und ihr Team nehmen den jungen Mann auf, der direkt vor ihren Augen wie ein Stein vom Himmel fällt. Auch das Militär wird schnell auf den ungewöhnlich kampferprobten Fremden aufmerksam. Denn dieser hadert schwer mit seinem Schicksal und stößt bei der Suche nach seinem Machtsymbol, dem Hammer, immer wieder an die Grenzen der irdischen Welt.

Doch dann bietet sich ihm die Gelegenheit zur Bewährung:
Ein übermächtiger Gegner, der im Verbund mit den dunkelsten Kräften seiner Heimat Asgard steht, beginnt, die Erde mit einem Inferno zu überziehen. Nur Thor ist in der Lage, die Menschheit zu beschützen…



Review:

Diesen Sommer starten mit THOR, X-MEN: FIRST CLASS, GREEN LANTERN und CAPTAIN AMERICA gleich vier Mega-Produktionen von populären Comic-Superhelden.

Als greekgeek vor ein paar Wochen eine Erwartungsliste erstellt hat in der diese vier Titel aufgeführt wurden, kam THOR auf den letzten Platz. Liegt hauptsächlich daran, dass ich nicht mit Thor aufgewachsen bin. Also keine Gänsehaut beim Trailer, wie z.b. GREEN LANTERN und CAPTAIN AMERICA, beides Favoriten meiner Kindheit, oder die X-MEN die ich eben Film-mässig seit 2000 kenne.
Deswegen war es umso spannender den von Kenneth Brannagh inszenierten THOR ohne jegliche Erwartung zu sehen.
Und was ist dabei rausgekommen? Ein sympathischer, temporeicher Action-Abenteuer Film der den Kinosommer glorreich einläutet.



Genau wie IRON MAN (2008) bringt dieser Film die Legende von THOR in knapp zwei Stunden auf Zelluloid! Wunderbare Effekte in einem - leider zu - dezenten 3D, nette simple Story und ein charismatischer Hauptdarsteller. Chris Hemsworth bringt den Nordischen Göttersohn mit Wucht auf die Leinwand. Hatte ganz vergessen, dass Hemsworth James T. Kirks Vater im Prolog von J.J. Abrams STAR TREK (2009) gespielt hat.

Von ihm werden wir demnächst noch viel zu sehen bekommen - nicht nur das THOR Sequel oder THE AVENGERS. Und das ist erfrischender als der jetzt schon langweilige Sam Worthington. Apropos THE AVENGERS:
die Avengers Puzzle Story Elemente sind knapper gesät und langweilen nicht wie im überladenen IRON MAN 2 (2010).
Überhaupt wirkt THOR eher wie IRON MAN und nicht wie der - mich - enttäuschende IRON MAN 2.

Hier ist der Bösewicht interessant, die Rahmengeschichte spektakulär und die Haupthandlung simpel und vor allen temporeich.



Natalie Portman's Part ist zwar nicht so saftig, aber ausreichend für die anbahnende Lovestory die evtl. demnächst fortgeführt wird.

Anthony Hopkins Rolle als Odin, Vater von Thor, die zwar standardmässig Hopkins-gut war, erinnert mich an seine Rolle in Robert Zemeckis BEOWULF (2007), der ja thematisch aus der "Ecke" kommt - und Thor selbst, körperlich auch an die Beowulf Figur erinnert.

Was merkwürdig - also eher in Richtung funny merkwürdig - wirkt, ist das Setting in der US Kleinstadt:
zu sehr habe ich mich an die Szenen mit General Zod und seinen Kumpanen in SUPERMAN II (1980) und noch mehr SUPERGIRL (1984) erinnert gefühlt.
Was nicht unbedingt schlimm sein soll.



Patrick Doyle komponierte den Score zu THOR. Doyle ist schon seit Jahren der Hauskomponist von Kenneth Brannagh, nur kommt dieser Score nicht an sowas wie DEAD AGAIN oder MARY SHELLEYS FRANKENSTEIN die eher thematisch funktionieren. Bei THOR ist zwar immer musikalisch was los und es passt auch zum Film, nur dachte ich beim gucken, dass ich den Score wohl einzeln nicht oft hören werde.

Überhaupt sind die vier derzeitigen Marvel Studios Filme IRON MAN (2008), THE INCREDIBLE HULK (2008), IRON MAN 2 (2010) und THOR (2011) nicht unbedingt "Feste" in Sachen Filmmusik. Alles nur solide Untermalung, kein Vergleich zu den "anderen" Marvel Verfilmungen wie Danny Elfman's SPIDER-MAN Scores, John Ottman's X-MEN 2 und FANTASTIC FOUR Scores und John Powell's X-MEN: THE LAST STAND Score.

Aber trotzdem ist THOR ein toller Kinospaß - unbedingt im Kino gucken!

Fazit:
100%iger Marvel Spaß der an IRON MAN (2008) und den genauso guten THE INCREDIBLE HULK (2008) heran kommt und den durchschnittlichen IRON MAN 2 (2010) verzeihen lässt. Bitte unbedingt den ganzen Abspann abwarten, falls ihr wieder Nick Fury sehen wollt.


greekgeek - April, 24, 2011


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