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TIERISCH WILD

THE WILD (2006)

Regie: Steven "Spaz" Williams
Drehbuch: Mark Gibson, Philip Halprin

Stimmen US Fassung: Kiefer Sutherland, James Belushi, Janeane Garofalo, Eddie Izzard, William Shatner

Schnitt: Scott Balcerek, Steven L. Wagner

Musik: Alan Silvestri

Laufzeit: 94 min.
Dt. Start: 01.06.06
Verleih: BVI

Kurzinhalt:

Geschichtenerzähler gibt es wie Sand am Meer. Doch liebenswerte Labertaschen wie der Löwe Samson, König der Tiere im „New York Zoo“, sind einmalig: Wer behauptet schon allen Ernstes von sich, er sei fünffacher Meister im Schildkröten-Curling? Mit den Phantastereien geht er jedoch seinem rebellierenden Teenager-Sohn Ryan gehörig auf die Nerven. Doch dann ist Ryan plötzlich verschwunden! Entführt in die Wildnis! Mit seinen besten Freunden macht Samson sich auf die Suche: dem stets mürrischen britischen Koala Nigel, dem lebenserfahrenen, verdrehten Eichhörnchen Benny, der absolut beschränkten Anakonda Larry wie auch der distinguierten Giraffendame Bridget, die meist damit beschäftigt ist, sich ihren 20 Zentimeter großen Verehrer Benny von ihrem langen Hals zu halten. Dieser bunte Suchtrupp von Großstadtneurotikern bricht auf zu einem ganz besonderen Abenteuer: im Großstadtdschungel New Yorks …

Die Geschichte kommt Ihnen bekannt vor? Na und? Ähnliche Geschichten werden im Filmgeschäft immer wieder erzählt und der Erfolg wird nicht beeinträchtigt: Denken Sie an DEEP IMPACT und ARMAGEDDON! Oder ANTZ und DAS GROSSE KRABBELN! Wer auf tierisch wilde Kinoabenteuer in feinster CGI-Technik steht, wird in TIERISCH WILD voll auf seine Kosten kommen. Sie denken, diesen Sommer verzückt nur Fußball? Weit gefehlt, denn für ein berauschendes Match braucht es nur eine Hand voll durchgeknallter Tiere, die auch ohne Ball ganz sicher einen Treffer landen. Der Brüller des Spezialeffekte-Meisters und Regisseurs Steve „Spaz“ Williams für die ganze Familie läuft ab 1. Juni 2006 in Ihrem Kino!

Bevor sich GreekGeek aufmacht um das Disneyworld in Orlando zu besuchen, hat er sich zum Stimmungsaufbau, den neusten Film aus den Disney Studios angesehen. THE WILD (dt. „Tierisch Wild“) ist , nach CHICKEN LITTLE, der zweite Computer animierte Film den Disney ohne Pixar gedreht hat.

THE WILD hätte sehr gut werden können. Er ist nicht schlecht, aber er besteht aus Teilen die aus besseren Disney Filmen kommen. Die Presse und der Verleih stürzen sich auf Vergleiche mit MADAGASCAR. Ok, die Premise klingt gleich – Tiere aus dem New Yorker Zoo, gelangen in die Wildnis – aber das war’s dann auch schon. THE WILD ist eher eine Mischung aus FINDING NEMO, THE LION KING und DUMBO.
Alle drei natürlich Meisterwerke ihrer Zeit und Paradebeispiele der Disney Studios.

Und trotzdem wirkt THE WILD sehr konstruiert. Er besteht aus drei, fast getrennten, Teilen. Das Leben der Tiere im Zoo, die Flucht in New York und dann „The Wild“, die Wildnis. THE WILD ist auch der Spitzname von Samson, dem Löwen, der Hauptfigur des Films. Er ist der King im Zoo. Alle beneiden und respektieren ihn und er weiß sich zu verkaufen. Sein Sohn Ryan, ein kleiner Löwenkönig, wie Simba in den ersten 30 Minuten von LION KING, möchte wie der Papa sein und seine Brüllversuche und Missgeschicke erinnern sehr an den Löwenkönig. Als Ryan beleidigt den Zoo verlässt und dabei verloren geht, startet Samson (wie in FINDING NEMO) zusammen mit ein paar Freunden eine Suchaktion. Wieso ich mir die Rollennamen gut merken konnte?: Samson (im Original übrigens von Kiefer „Jack Bauer“ Sutherland gesprochen) ruft, bei der Suche, so oft nach seinem Sohn Ryan, dass man wenn man jedes Mal wenn der Name gerufen wird, einen KitKat Chunky dafür essen würde, man am Ende des Films auf jeden Fall im- bzw. explodiert ist.

Dann kommt der zweite Teil in und unter den Strassen von New York, der sich ein wenig so anfühlt, als ob er nichts mit dem Rest zu tun hat. Der dritte Teil in der Wildnis, ist dann auch der beste, weil der Film da erst in Fahrt kommt und die meisten Gags liefert.

Die Stimmenbesetzung ist mal wieder von Disney perfekt ausgewählt, (keine Garantie auf die Synchro) besonders William „The Kirk“ Shatner, als der Quasi-„Bösewicht“ der Handlung.

Würde THE WILD nicht so zerstückelt wirken, wäre er ein besserer Film als MADAGASCAR – nicht das MADAGASCAR ein „flüssiger“ ist. Nachdem sie in der Wildnis angekommen sind, wissen sie nichts mit der Handlung anzufangen. MADAGASCAR hat im Gegenzug dazu die Pinguine!!!


Im Computeranimierten Bereich haben Filme wie TOY STORY, TOY STORY 2, SHREK, SHREK 2 und MONSTERS INC. solche Maßstäbe gesetzt, dass (so ist es bei GreekGeek) an ihnen gemessen wird. THE WILD reicht auf keinen Fall an diese Niveau heran, ist aber meilenweit besser als ICE AGE, ICE AGE 2 oder der grausige ROBOTS. Außer man guckt sich einen ganzen Film wegen Erdhörnchen Scrat an und fragt sich die ganze Zeit was der ganze Rest soll. GreekGeek hat extra keine Review zu ICE AGE 2 geschrieben, weil er heute noch erzählen würde.

So, ab geht’s ins Disneyworld und wenn ich bei der Parade höre wie Samson nach Ryan ruft, freue ich mich jetzt schon auf mein KitKat Chunky!  


greekgeek 2006

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