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SUPERMAN RETURNS


 
SUPERMAN RETURNS (2006)

Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Michael Dougherty, Dan Harris
 

Darsteller:
 Brandon Routh, Kate Bosworth, Kevin Spacey, Parker Posey, James Mardsen, Frank Langella

Kamera: Newton Thomas Siegel
Schnitt: John Ottman, Elliot Graham

Musik: John Ottman
Laufzeit: 155 min.
Dt. Start: 17.08.06

Verleih:
Warner


Kurzinhalt:

„Obwohl du unter Menschen aufgewachsen bist, gehörst du nicht zu ihnen.
Manche von ihnen sind großartig, Kal-El. Sie bemühen sich redlich. Doch für den richtigen Weg fehlt ihnen die Erleuchtung. Dennoch sind sie in der Lage, Gutes zu tun – vor allem aus diesem Grund habe ich dich zu ihnen geschickt… meinen einzigen Sohn.“ – Jor-El

Superman stammt von einem Planeten, den es schon lange nicht mehr gibt – er ist bei Adoptiveltern auf der Kent-Farm in Kansas aufgewachsen. Der junge Kal-El erhält den Namen Clark Kent, und obwohl er unter Menschen lebt, ist er keiner von ihnen: Er hat die Fähigkeit, außergewöhnliche Dinge zu vollbringen, von denen Menschen nur träumen können. Doch um unter ihnen nicht aufzufallen, muss er ein Doppelleben führen: Vom sanftmütigen und unauffälligen Clark Kent verwandelt er sich nur dann in den „Mann aus Stahl“, wenn ihn ein Hilferuf aus der Welt erreicht.

Lange Zeit hat Superman seine Bestimmung im Universum gesucht – jetzt kehrt er auf die Kent-Farm zurück, denn hier lebt die einzige Familie, die er als seine eigene kennt. Sein Schicksal ist mit Metropolis verbunden, und es reicht nur ein Blick in Lois’ Augen aus, um zu erkennen, dass dieser Ort mit seinen unvollkommenen, aber letztlich doch aufrichtigen Menschen, seine wahre Heimat ist.
Und weil Lex seinen Plan schon Stunden nach Supermans Rückkehr umsetzt, braucht die Welt ihren Retter dringender denn je.





Gestern war es soweit: GreekGeek durfte nach MISSION IMPOSSIBLE III und PIRATES OF THE CARIBBEAN, seinen dritten heißerwartesten Film des Sommers sehen!

Nun, eins vorab: der Film kann eigentlich nur denen gefallen die SUPERMAN - THE MOVIE mochten. Leute die den Film aus dem Jahre 1978 nicht gesehen haben (oder nicht mochten), werden mit SUPERMAN RETURNS auch nicht viel anfangen können.
Regisseur Bryan Singer liebt SUPERMAN – THE MOVIE. Man merkt dies jede Minute, des ca. 150 minütigen Films. Und genau das ist das Problem des Films.

Ich will jetzt nicht negativ klingen. Ich mochte den Film sehr, aber ich kann auch nachvollziehen weswegen er manchen nicht gefallen wird. Ich habe den Film zusammen mit Frank`n`Steiner geguckt und Frank`n`Steiner mochte ihn gar nicht. Frank`n`Steiner mochte aber den 78er Film auch nicht. Somit kann der neue Film, der wirklich nur eine Ergänzung zum anderen ist, keine Chance haben.
Und SUPERMAN RETURNS ist eine Ergänzung. Singer hat wirklich eine Fortsetzung zu SUPERMAN – THE MOVIE gedreht. Der neue Film ist noch eher eine Fortführung der Geschehenisse aus dem Richard Donner Film, als die aus Richard Lester's SUPERMAN II.

Und hier beginnt das Problem von SUPERMAN RETURNS als Film!
Als Geekfest hat er alles was man sich wünschen kann – als Film schrabbt er aber oft an dem noch erträglichen haarscharf vorbei.

Bei allem Geek-getue von Bryan Singer, vergisst er (und seine Drehbuchautoren) wie man eine Filmstory erzählt. Irgendwie setzen die Macher voraus, dass man den 78er Film gestern erst nochmal gesehen hat und genau weiß was die Motivationen, Ängste und Wünsche der Hauptfiguren sind. Wir erfahren in diesem Film NICHT weswegen Lex Luthor alles tut was er tut. Er erzählt es nicht mal seinen Schergen. Weswegen Lois Lane so handelt wie sie handelt erfahren wir auch nicht. Irgendwie fühlt man sich (wenn man nicht gerade, wie ich, den alten Film nochmal geguckt hat) wie in einer TV-Serie in der man zufällig reingezappt hat.
Sogar das 1980er Sequel SUPERMAN II, erzählte eine komplete Filmstory.



Natürlich ist SUPERMAN RETURNS besser als SUPERMAN II, III und IV, aber ein Vergleich mit dem Original ist schon ziemlich schwer. SUPERMAN RETURNS fühlt sich nicht komplett an.

Jetzt zum positiven: Superman ist in diesem Film wirklich Superman. Wir sehen alles was er kann und es sieht mehr als spektakulär aus. Seine erste Szene hat er während einer Flugzeug Katastrophe (die absolut beste Szene des Films und eine der besten "Set-Pieces" dieses Jahres bisher) und Singer setzt ihn so gut in Szene wie es jedes Superman-Fan-Herz sehen möchte.

Brandon Routh (egal ob es jetzt überzogen klingt) ist "Super" als Superman! Natürlich ähnelt er Christopher Reeve ein wenig, aber nach den ersten paar Minuten weiß man, dass dies der neue Superman ist. Auch als Clark Kent kommt er gut rüber, nur leider kommen diese Szenen viel zu kurz. Was früher der Hauptbestandteil war (Clark und Lois) ist diesmal eine Randnote. Und das bei 150 Min. Film!!!
Apropo Lois Lane: Kate Bosworth ist nicht so schlecht wie ich an Anfang vermutet hatte (Evangeline Lilly, Kate aus LOST, wäre besser gewesen), aber kam nicht so gut rüber in den Szenen die ihr als Lois Lane gegeben worden sind.
Sie versucht auch nicht Margot Kidder (die Lois Lane aus den alten Filmen) nachzuahmen. Den Part übernimmt Kevin Spacey voll und ganz. Leider spielt Spacey nicht Lex Luthor, sondern Gene Hackman! Sogar Gesichtspartien von ihm biegen sich im Stil von Hackman.
Hommage schön und gut, aber ein wenig mehr Luthor wäre nicht schlecht gewesen. Somit blieb leider das perfekte Casting von Spacey weit hinter den Erwartungen!

John Ottman's Filmscore wirkt im Film viel besser als auf CD. Natürlich sind die imposantesten Momente die in denen das Thema von John Williams auftaucht, aber die pulsierenden Action Momente von Ottman (besonders in der großartigen Flugzeug-Szene) können sich auch hören lassen!

Fazit: vielleicht hätte man doch einen NEUEN Superman machen sollen, wie z.B. das Drehbuch von J.J. Abrams, das verworfen worden ist. Einen komplett neuen Film, wie BATMAN BEGINS zu BATMAN von Tim Burton war.

Außerdem muss ich es mal loswerden: Hollywood, so gut es auch gemeint ist: lasst nicht immer Geek-Regisseure ihre Lieblingsfilme nachdrehen.
Das "normale" Publikum kann damit nicht viel anfangen. Peter Jackson ist es mit KING KONG passiert und Singer jetzt mit SUPERMAN RETURNS.
Es gibt wahrscheinlich noch ein paar Beispiele, aber dies sind die aktuellsten und teuersten.
SUPERMAN RETURNS soll 250 Mio. $ gekostet haben. (ohne die 100 Mio.$ für's Marketing)!

Wie bereits gesagt, der Film macht Spaß, aber nicht als Film an sich, sondern als überproportionales Geek-Fest!
Und zu lang ist er auch noch!

GreekGeek - August 2006

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