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GRIND HOUSE

PLANET TERROR (2007)

Regie: Robert Rodriguez
Drehbuch: Robert Rodriguez

Darsteller: Freddy Rodriguez, Rose McGowan , Michael Biehn, Josh Brolin, Jeff Fahey, Quentin Tarantino, Naveen Andrews

Kamera: Robert Rodriguez
Schnitt: Ethan Maniquis

Musik: Robert Rodriguez, Graeme Revell
Laufzeit: 105 min.
Dt. Start: 23.08.07
Verleih: Senator


Kurzinhalt:

Ein biologisches Experiment geht schief und fortan treibt eine Horde Zombies ihr Unwesen. Bekämpft werden sie von einer Gruppe rebellischer, bewaffneter Jungs und Mädels auf Motorrädern, die versuchen, den Monstern das „Un-Tot-Sein“ schwer zu machen.
Vor allem die Hauptprotagonistin – eine sexy Schönheit mit einer Maschinengewehr-Beinprothese – verbreitet Angst und Schrecken unter den menschenfressenden Ungeheuern.

Robert Rodriguez fährt alles auf, was Hollywoods Effekt-Magier zu bieten haben - Unmengen Kunstblut, fliegende Gedärme, zerplatzende Köpfe, Explosionen und Schießereien – gut nur, dass das alles augenzwinkernd und mit rabenschwarzem Humor erzählt wird.



Review:

Es klang alles so gut: zwei Regisseure drehen zusammen je einen Film im Stil der GRIND HOUSE Filme der 70er Jahre, nur eben mit der Erzählstruktur von heute.

Das Projekt wurde von Robert Rodriguez initiiert und Quentin Tarantino erklärte sich bereit auch ein Drehbuch zu verfassen und einen der Filme zu inszenieren!

Was dabei raus gekommen ist, ist eigentlich eine Katastrophe aber fangen wir erst einmal ruhig an:

Da die Filme in Deutschland von einander getrennt werden und als einzelne Filme in die Kinos kommen, werden sie auch bei GreekGeek einzeln behandelt. Was vielleicht für den ersten Film, PLANET TERROR, gut ist, da der zweite, DEATH PROOF, den mit ins Verderben reißt.



Nicht, dass PLANET TERROR richtig gut ist. Ich mag ja eigentlich Robert Rodriguez sehr. Manchmal weiß er aber nur nicht wann genug ist! Das Prinzip "weniger ist mehr" scheint er wohl noch nicht so richtig ernst genommen zu haben.

PLANET TERROR ist eine Zombie-Geschichte. Zu 75% funktioniert sie auch als solche. Die Stimmung passt, die Ekeleffeckte sind da und sogar die Musik (von Rodriguez selber komponiert) klingt wie eine Huldigung an die Filme von George Romero und John Carpenter. Aber leider bleibt es nicht so. Die erste Hälfte des Films fängt sehr gut an, setzt alle Handlungsstränge in Bewegung und läßt dann komplett los.
Die zweite Hälfte besteht nur aus rum-rennen, rum-ballern und rum-ekeln. Also nichts was nicht schon die zweite Hälfte von FROM DUSK TILL DAWN zäh gemacht hat. (nicht, dass die erste Laber-hälfte von FROM DUSK TILL DAWN besser war...)



Jedenfalls weiß der Film nie wann genug ist. Und ich meine genug mit guten Sachen. Kaum ist eine gute Idee da, wird sie so lange ausgemerzt, bis der Reiz wieder komplett weg ist.

Ich kann ja verstehen, dass GRIND HOUSE eine Huldigung an Trashfilm sein soll, aber auch Trashfilme haben einen Spannungsbogen und versuchen zu unterhalten. Dies klappt hier nur bedingt (wie gesagt: die erste Hälfte) und bei DEATH PROOF gar nicht.



Die Darsteller wissen manchmal auch nicht so recht was sie mit ihren Rollen anfangen sollen. Freddie Rodriguez (nicht verwandt mit dem Regisseur) spielt seine Hauptrolle dermaßen ernst und wirkt manchmal so als ob er in den Film rein kopiert wurde. Rose MacGowan mag ja ganz gut aussehen, aber es reicht nicht für einen ganzen Spielfilm. Weibliche Körperteile zu zeigen funktioniert nur in kleinen Dosierungen (egal ob es ein Trashfilm ist oder nicht) und der Reiz (außer es ist ein anderes Genre) verläuft sich nach einer Weile.
Michael Biehn spielt wieder Michael Biehn. Er ist genauso wie in TERMINATOR, ALIENS und ABYSS. Er kann nur immer gleich sein.
Deswegen ist er wahrscheinlich auch in der Versenkung verschwunden. Egal ob er den Guten, oder den Bösen spielt er ist gleich (okay, bei Böse klebt er sich einen dicken Schnauzbart an - siehe ABYSS!)

Sein Handwerk beherrschst Rodriguez ja: gut gefilmt, gut geschnitten, Musik funktioniert! Nur mit der Erzählung hapert es ein wenig! Gut dass seine kommenden Projekte - BARBARELLA und SIN CITY 2 - von anderen geschrieben werden.

Fazit: leider ein Trashfilm wie die Trashfilme vor der er sich verneigen will. Nicht mehr und nicht weniger. Schade!



GreekGeek Juni-2007

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