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PIRATES OF THE CARIBBEAN

PIRATES OF THE CARIBBEAN - DEAD MEN'S CHEST (2006)

 

Regie: Gore Verbinski
Drehbuch: Ted Elliot, Terry Rossio 

Darsteller:
 Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley, Jack Davenport, Jonathan Pryce, Bill Nyghy

Kamera:
Dariusz Wolski
Schnitt: Stephen E. Rivkin, Craig Wood

Musik: Hans Zimmer
Laufzeit: 150 min.
Dt. Start: 27.07.06
Verleih:
Buena Vista



Kurzinhalt:

Gerade erst ist Captain Jack Sparrow dem Fluch der Black Pearl entkommen, da wird er mit dem nächsten lebensbedrohenden Abenteuer konfrontiert: Denn Jack steht in lebenslanger Schuld bei Davey Jones, dem legendären Kapitän des Fliegenden Holländers und Herrscher über die Tiefen des Ozeans. Wenn er keinen Weg findet, den Bann zu brechen, ist er zu einem höllischen Leben nach dem Tode in ewiger Finsternis verdammt. Doch damit nicht genug: Denn Jacks ausgesprochen existenzielle Probleme erweisen sich als Hemmschuh für die bevorstehende Hochzeit seiner Freunde Will Turner und Elizabeth Swann, die wider besseres Wissen in die andauernden Eskapaden des Kapitäns verwickelt werden.

Das Abenteuer kann beginnen …



Der Sommer 2003 war irgendwie ein spezieller Sommer. Es liefen die sicheren Blockbuster wie X-MEN 2, THE MATRIX RELOADED, BAD BOYS II, TERMINATOR 3 und CHARLIES ANGELS 2 (usw...) und dazwischen gab es einen, zwar größeren, Film an den aber keiner so richtig glauben wollte. Es ging um Piraten und er basierte auf eine Fahrattraktion aus dem Disneyland. Der Film sollte der erfogreichste des Sommers werden. Natürlich geht es um PIRATES OF THE CARIBBEAN - THE CURSE OF THE BLACK PEARL. Ich selbst habe an den Film geglaubt und war seit dem ersten Teaser Feuer und Flamme. Es war auch der von mir am heiß erwartete von allen Filmen des Sommers. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Ich Gegenteil: ich bekam sogar mehr als ich erwartet hab!

PIRATES OF THE CARIBBEAN - DEAD MEN'S CHEST ist einer der wenigen zweiten Teile die an das Original herankommen, wenn nicht übertrumpfen. Alles was im ersten gut war ist im Sequel sehr gut. Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Gore Verbinski und das ganze Team, haben mit diesem Film eine Reihe hingekriegt, die zu den stärksten Film Reihen aller Zeiten gehört. Es ist eine Art INDIANA JONES und STAR WARS dieser Generation. INDIANA JONES wegen Abenteuer und Magie, STAR WARS wegen allem anderen. Jack Sparrow war schon im ersten Film Han Solo, Will Turner (Orlando Bloom) war Luke Skywalker und Elizabeth Swann Prinzessin Leia. Diesmal machen sie sogar das durch, was die Helden von STAR WARS in Episode V, THE EMPIRE STRIKES BACK durchgemacht haben. Und eigentlich exakt so.
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Ich versuche so gut wie möglich von Spoilern wegzubleiben, aber wer EMPIRE STRIKES BACK kennt, weiß was so alles passieren kann. Am besten nichts vorher lesen, keine Schnipsel gucken und genauso unvoreingenommen reingehen, wie man als 10jähriger, früher ohne Internet, ohne Magazine, einen Film im Kino um 15.00 Uhr genossen hat. PIRATES OF THE CARIBBEAN hat alles was man sich wünscht. Teilweise sogar mehr als das!

Ein paar Minuten weniger hätten ihm sehr gut getan, obwohl man erst den Dritten Film (nächsten Sommer) abwarten muss um darüber zu entscheiden.
Die eigentlichen Köpfe hinter diesem Film sind die beiden Drehbuchautoren Ted Elliot und Terry Rossio.
GreekGeek ist ein Fan von den beiden, seitdem er 1993 Walt Disney's ALADDIN gesehen hat. Seitdem haben sie die Drehbüchen zu vielen seiner Lieblingsfilme der letzten 10 Jahre geschrieben. U.a. SMALL SOLDIERS, ANTZ, SHREK und vor allem THE MASK OF ZORRO. Genau diese Art von Abenteuer und Humor hatten sie bereits in PIRATES OF THE CARIBBEAN - THE CURSE OF THE BLACK PEARL eingewoben (und genau die beiden Jungs fehlten bei THE LEGEND OF ZORRO). Nun toppen sie das alles. Als ob sie bei den anderen Projekten gelernt hätten um hier zu glänzen. Und wer weiß was uns alles im nächsten Film erwartet.
Regisseur Gore Verbinski mausert sich zu einem meiner Lieblingsregisseure. Eigentlich würden die beiden Piraten Filme dazu ausreichen, aber MOUSEHUNT war sehr gut, THE RING war überraschend gut und der übersehene THE WEATHER MEN war großartig!

Was soll ich zu Jerry Bruckheimer sagen: in den 80er mit Filme wie FLASHDANCE, BEVERLY HILLS COP (auch einer meiner Lieblingsfilme) und TOP GUN die Kinokassen regiert, in den 90er mit THE ROCK, BAD BOYS und ARMAGEDDON, das Actionkino beherrscht und nun ist er der Mann hinter der stärksten Abenteuer Reihe des jetzigen Kinos! Auf seiner Produzenten-to-do-Liste steht die Adaption des Video Games PRINCE OF PERSIA. Seit 2003 wird darüber berichtet, dass der Film so werden soll wie die PIRATES: nur her damit, das Spiel bietet sich geradezu dafür an!!!

Die Darsteller: Johnny Sparrow, eh, Depp. Er ist der Captain. Er hat die Rolle so an sich gebunden, dass er CAPTAIN Jack Sparrow IST und für immer (in der Filmgeschichte) bleiben wird. Der neue Film ist ein reiner Sparrow Film. War er im ersten noch eine Nebenrolle, ist er hier der Hauptcharakter um den herum sich alles entwickelt. Und es ist 'ne Menge die passiert. Es laufen mehrere Handlungstrenge gleichzeitig und ziehen den Film pulsierend bis zum Cliffhanger. Und was für ein Cliffhanger! Und was für ein Endtwist! Ich mußte permanent Grinsen. Und ich kann mich kaum erinnern wann mir sowas zum letzten Mal im Kino passiert ist!

Orlando und Kiera haben in diesem Film ein bisschen weniger zu tun, kommen aber besser rüber als beim ersten. Orlando Bloom ist diesmal mehr eine Heldenfigur und durch ein paar Schicksalshafte Begegnungen mit seiner Vergangeheit wird er noch interessanter für den nächsten Film. Kiera sieht (meiner Meinung nach) zum ersten Mal sexy aus. Durch ein wenig Gewichtzunahme wirkt sie weiblicher den je! Und ihre Rolle und die Wendungen des Charakters im Laufe der Handlung machen sie noch gefährlicher.

Überhaupt haben sich die Autoren eine Menge mit den drei Hauptfiguren getraut. Eigentlich hätte man erwartet, dass die Figuren das fortsetzen was sie im ersten aufgebaut haben. Nein, hier wird alles anders. Jeder benimmt sich so wie es gerade passt und der Film wirkt deswegen lebendiger als jedes Sequel.

Der Bösewicht, Davy Jones, ist großartig und die CGI Animation seines Gesichtes ist unglaublich. Vergesst Gollum und Kong - Davy Jones ist der neue Maßstab an Computer Animation.
Es sind auch wieder, wie im ersten Film, Kleinigkeiten aus der "Pirates of the Caribbean" Attraktion aus dem Disneyland eingebaut. Letztes Mal war es noch der Hund mit den Schlüsseln im Maul und die Piraten die ihn riefen - diesmal sind es viele versteckte Anlehnungen auf der Pirateninsel Tortuga. Der Hund mit den Schlüsseln taucht diesmal auch an anderen Punkten der Handlung auf (apropo: bitte auf eine Szene nach dem Abspann warten!)

Die Musik, diesmal von Hans Zmmer, paßt zwar ganz gut, aber ich muss sagen, daß mir Klaus Badelts Score aus dem ersten Film ein wenig besser gefiel. Vielleicht muss man sich an den neuen Score erstmal gewöhnen. Zimmer übernimmt viele der Hauptmelodien von Badelt, doch der Name des guten ist weder im Vor- noch im Abspann zu lesen. In manchen Szenen dudelt Zimmers Musik weiter, obwohl die Szene zu der die Musik passte, schon vorbei ist. Ich konnte mir Hanse-Mann richtig hinter seinen Keyboard vorstellen: in Trance und mit über der Schulter geworfenem Schal genießt er seine eigene Musik!

Also: Großartiges Sequel, Großartiger Film - ein wenig zu lang, aber trotzdem PERFEKTES Kino. Auf keinen Fall auf der großen Leinwand verpassen!!!

Sonst holt euch Davy Jones!




 GreekGeek July-2006

 



 

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