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THE PINK PANTHER

THE PINK PANTHER (2006)

Regie: ShawnLevy
Drehbuch: Len Blum, Steve Martin
Darsteller: Steve Martin, Jean Reno, Kevin Kline, Beyonce Knowles, Emily Mortimer


 

Kamera: Jonathan Brown   
Schnitt: George Fosley, jr., Brad E. Wilhite   

                    
Musik: Christophe Beck

Laufzeit: 93 min.

Dt. Start: 09.03.06

Verleih: Fox Germany



Vor mehr als 40 Jahren erblickte der kauzige Trenchcoat tragende Inspektor
Jacques Clouseau zum ersten Mal das Licht der Leinwand. Peters Sellers verkörperte den französischen Gesetzeshüter in THE PINK PANTHER, von Blake Edwards im Jahre 1963. Eigentlich als Nebenfigur in der Krimi-Farce geplant, stahl Clouseau die Show.
Nur ein Jahr später kam der erste allein-Einsatz von Clouseau, ins Kino. A SHOT IN THE DARK, von 1964 (wiederum von Blake Edwards). Dies ist der einzige Film der nichts mit dem Pink Panther zu tun hat. 1975 bis 1978 folgten gleich drei neue Abenteuer.
RETURN OF THE PINK PANTHER, THE PINK PANTHER STRIKES AGAIN (GreekGeeks Favorit) und REVENGE OF THE PINK PANTHER.
Es war noch ein weiterer geplant, mit dem Arbeitstitel ROMANCE OF THE PINK PANTHER, aber leider verstarb Peter Sellers kurz vor Drehbeginn. Blake Edwards setzte die Reihe aber mit TRAIL OF THE PINK PANTHER (1982) fort, indem er Nichtgenutzte Szenen aus den letzten drei Filmen, um eine Story herumbastelte.


Das ganze war eher misslungen, aber bei weitem nicht so unlustig wie der Nachfolge-Film CURSE OF THE PINK PANTHER (1983) mit dem neuen Inspektor Sleigh (Ted Wass), der den vermissten Clouseau suchen soll. Leider half der Auftritt von David Niven und Roger Moore (sein Cameo Auftritt ist das allerbeste an dem Film) auch nicht. 10 Jahre später kam dann noch ein unlustiger Versuch die Reihe aufleben zu lassen. Und zwar schickte Blake Edwards Roberto Benigni in SON OF THE PINK PANTHER als Clouseau's Sohn auf Gangsterjagd. Noch abgründiger als hier ging es nicht mehr.
Also war jeder Ansatz einen neuen Film zu machen, besser als das was die letzten drei (wohlmöglich vier - da REVENGE OF THE PINK PANTHER auch nicht gerade Klasse war) waren!
Seit Mitte der 90er war eine Neuauflage der Slapstick Reihe geplant. Brad Pitt und Tom Cruise wollten unbedingt Jacques Clouseau spielen. Anfang 2000 hieß es das Kevin Spacey im Gespräch wäre, was aber nicht so war.


Ende 2003 übernahm Steven Martin die Rolle und arbeitete am Drehbuch mit. Regie führte Shawn Levy, der mit Martin bereits CHEAPER BY THE DOZEN gedreht hat und mit ihm bestens auskam.


Wie ist nun der neuste (erste) PINK PANTHER Film?

Wenn man das schlimmste erwartet ist er eigentlich ziemlich gut. Er muss sich auch nicht mit den anderen messen lassen, da die älteren Filme nicht unbedingt Meisterwerke des Humors waren. Die einzigen wirklich guten Filme waren THE PINK PANTHER, A SHOT IN THE DARK und mein Favorit THE PINK PANTHER STRIKES AGAIN. Also muss er erstmal an diese drei Filme herankommen. Wie man merkt hat der neue Film, bei mir, die anderen 5 Filme in der Reihe bereits hinter sich gelassen. Ganz zu schweigen von INSPECTOR CLOUSEAU (1968 von Bud York, mit Alan Arkin als Clouseau) dem NEVER SAY NEVER AGAIN-Film der Reihe (d.h. ohne die Erkennungsmelodie und irritierend schlecht).


Steve Martin ist in Höchstform. Er braucht auch nicht mit Sellers verglichen zu werden, da er die Rolle zu seiner eigenen macht. Auch wenn manche Szenen nicht funktionieren, kann man bei jedem seiner Auftritte schmunzeln.
Allein sein Französischer Akzent ist unnachahmbar. Das was Sellers angefangen hat (erst in den 70er Jahren Filmen am extremsten), setzt Martin sehr erfolgreich fort. Nur glaube ich dass das ganze synchronisiert, total unlustig wird. Ich kann mir kaum vorstellen wie Clouseau im deutschen, versucht akzentfreies Amerikanisch zu lernen um einen Hamburger zu bestellen. In der Original Versin ist dass zum kaputtlachen!!! Außerdem hatte ich schon beim synchronisierten Trailer schon Zahnschmerzen, als ich hörte dass der "Androidenjäger",
Lutz Mackensy, Steve Martin synchronisiert. Ich kann mir kaum eine Theatralischere Synchronstimme vorstellen, die auch jede Rolle versaut in dem er ihr den besonderen "Touch" geben will. (Darunter zu leiden hatten: „Doc Brown“ in BACK TO THE FUTURE II und III, Alan Rickman in DIE HARD und Philip Michael Thomas, „Tubbs“ in MIAMI VICE.)
Wie bereits gesagt THE PINK PANTHER ist auf keinen Fall ein perfekter Film. Er macht einfach nur (die meiste Zeit) Spaß und wenn dazwischen ein paar Gags daneben gehen, kommen sofort welche nach die funktionieren. Der Titelvorspann ist perfekt, mit der weltbekannten Henry Mancini-Melodie und altmodisch-guter Animation des Pink Panther und einem neu animierten (auf Martin angepassten) Clouseau.

Apropos Musik: Komponist Christophe Beck macht zwar einen guten Job, glänzen tut der Score aber nur wenn das Henry Mancini-Thema ansetzt. Beck selbst hat „versucht“ das PINK PANTHER Thema zu modernisieren. Leider ist dies misslungen und selbst in einem Jahr wird diese Version „outdatet“ sein, während das Original Thema wie eh und je funktioniert.

Zur anderen Seite der Musik: Beyonce Knowles nervt nicht!! Als ich gesehen hatte dass sie mitspielt, hatte ich befürchtet dass sie mit unnutzen Szenen die Handlung belastet. Jetzt sind es nur noch ein paar kurze Szenen in denen sie auftritt. In einer singt sie einen Song der sehr Bond-artig klingt.

Und schon geht’s zu Bond rüber: Der Film wurde schon Ende 2004 gedreht und die Produzenten dachten sich, sie drehen eine Szene in der der „zukünftige“ James Bond auftritt. In der Mitte des Films taucht plötzlich Clive Owen als Secret Service Agent 006 auf. Ist ein netter Auftritt, aber bestätigt meine Meinung dass Owen der falsche für die Rolle gewesen wäre (machen denken das gleiche über Daniel Craig, aber ich habe mehr Vertrauen zu ihn als zu Owen).

Die Verbindung zu Bond war in den Sellers Filmen auch schon da. Allein schon die ganzen Locations die Clouseau im Laufe der Filmhandlung besucht hatte, waren denen von Bond gleichzustellen. Dies ist leider beim neuen zu kurz geraten, da die Handlung „nur“ in Paris und New York spielt. Dafür ist die Laufzeit im Schnitt zu den anderen, 20 bis 30 Minuten kürzer und macht den neuen PINK PANTHER umso temporeicher.

Um wieder zu den Vergleichen zu kommen: der neue Clouseau kann mit dem PINK PANTHER von 1963 nicht verglichen werden, da dieser kein reiner Clouseau Film war. Es war eine David Niven Gauner-Komödie, mit der Nebenrolle von Peter Sellers. Der einzige Vergleich der gemacht werden könnte, ist der mit der 70er Jahre „Trilogie“ RETURN OF THE PINK PANTHER, THE PINK PANTHER STRIKES AGAIN und REVENGE OF THE PINK PANTHER. Und von den dreien kann der neue nur nicht an THE PINK PANTHER STRIKES AGAIN rankommen. Die anderen beiden toppt er schon wegen dem Tempo und der Leichtigkeit die er rüberkommen lässt.

 

Um die Nebendarsteller nicht zu vergessen: Jean Reno ist Klasse als der Kollege (und eigentlich ein wenig Kato Ersatz) und Emily Mortimer passt gut als (vielleicht) zukünftiger Love-Interest von Clouseau. Und Kevin Kline ist ein sehr guter Dreyfuss, obwohl man sich auch ihn auch ganz gut als Clouseau vorstellen könnte.

 

Fazit: dies ist kein perfekter Film, vielleicht auch kein guter Film, aber er macht die 90 Minuten lang Spaß und das reicht auch in diesem Falle alle mal.

 

Haltet Ausschau nach folgenden Szenen: „You zed zis rüm is sound proof?“ – „I wont to böi a derberger“ und die Szene mit den Background Tänzern!


greekgeek 2006

 

Son of the Pink Panther(1993)
Curse of the Pink Panther
(1983)
Trail of the Pink Panther
(1982)
Revenge of the Pink Panther
(1978)
The Pink Panther Strikes Again
(1976)
The Return of the Pink Panther
(1975)
A Shot in the Dark
(1964)
The Pink Panther (1963)

 

 

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