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Oscar Reviews!!!

Und nun zu den nominierten Filmen in der Kategorie "Bester Film des Jahres 2007"!:


MICHAEL CLAYTON

Manchmal frag ich mich ehrlich was die Motivation einiger Filmemacher ist einen Stoff zu verfilmen.
Oder eines Drehbuchautoren einen Roman zu adaptieren.
Oder eines Studios einen Film zu produzieren.

MICHAEL CLAYTON hat äußerlich nichts wofür ein hart verdienter Dollar/Euro ausgegeben werden könnte.
Kein Konzept, dass man in einem Satz formulieren könnte, keine Action, keine Stars. (außer eben George Clooney), kein brisantes Thema - nichts populistisch "ansprechendes".
Und trotzdem gehört er zu den fünf nominierten Filmen für den "besten" Film des Jahres!

Bei den Reviews die ich von anderen Leuten schätze, gehört die eigene Meinung zu den wichtigsten Elementen.
Ich hasse es wenn Leute einfach einen Film gut finden, weil ihn "andere" Kritiker mochten, bzw. weil man den Film nicht verstanden hat und deswegen etwas grandioses dahinter vermutet.

MICHAEL CLAYTON hat mir nichts gegeben. Ein Polit-Thriller ohne jegliche Brisanz, ohne jegliche Spannung, ohne irgendeinen Höhepunkt. Eine Charakter Studie (wie Kritiker Filme nennen, die keine klar definierbare Handlung haben) kann ich den Film auch nicht nennen, da ein spielsüchtiger Anwalt, der das Gute in seinem "merkwürdigen" Klienten und sich selber entdeckt, ist nichts neues und gewinnt durch diesen Film auch keine neue Facetten. Tom Wilkinson spielt gut und Clooney auch - doch dies tun sie in anderen, besseren Filmen auch.

Zwei vergeudete Filmstunden meines Lebens...
Bester Film des Jahres?? - my ass...


NO COUNTRY FOR OLD MEN

Es ist schwierig sich über etwas auszulassen, dass mir im Grunde vielleicht wichtig wäre.
Ich mag die Filme der Coen-Brüder. Ich bin kein riesiger Fan (also mit "sammeln" und so) aber ich schätze ihre Werke sehr!
Die letzten waren nicht so mein Ding - LADYKILLER und der belanglos langweilige INTOLERABLE CRUELTY, aber dazwischen sind gute bis sehr gute Filme wie THE MAN WHO WASN'T THERE, FARGO, BARTON FINK und RAISING ARIZONA.
Alles Filme die allein schon die Ankündigung eines neuen Coen Films zu einem Happening machen!

Aber, um ehrlich zu sein, ist mir der neueste Film der beiden, während seiner Produktion, gar nicht bewusst gewesen.
Lag bestimmt auch an dem desinteresse das INTOREBLE CRUELTY bei mir ausgelöst hatte.
Mir war zwar bewusst, dass es einen Film namens NO COUNTRY FOR OLD MAN geben wird, aber nicht, dass er von den Coen's sein wird, dass er auf einen Roman basiert und nicht ein original Drehbuch der beiden ist.
Das gibt's nicht oft bei ihnen.

Jedenfalls, um zum Punkt zu kommen: ich bin maßlos enttäuscht!!!!

Ich habe selten etwas langatmiges und langweiliges vor meinen Augen flimmern sehen!
(ok, MICHAEL CLAYTON, aber den hab ich danach gesehen)

Regie, Kamera, Schnitt - alles sehr gut! Darsteller: besonders Javier Bardem und Josh Brolin sind überragend. Tommy Lee Jones spielt leider mal wieder Tommy Lee Jones!
Aber der Film an sich ist leblos! Sozusagen ein Anti-Film. Viele Pseudo-Intellektuelle werden jetzt sagen: "gerade deswegen genial!!"
Aber was ist denn bitte schon daran genial einen langweiligen, emotionslosen, langsamen Film zu drehen?
Was sind die Beweggründe??

Angeblich soll der Roman genau diese, mir fehlenden, Punkte hervorheben: dieses kalte, ziellose.
Aber genau da wäre mein Drang genau dies zu verfilmen erloschen, bzw. der Wunsch wäre nie aufgekommen.
NO COUNTRY FOR OLD MAN heimst derweilen einen Preis nach dem anderen ein und ist einer der drei großen Oscar Favoriten!!

Guckt euch den Film an, macht euch ein eigenes Bild.
Zu empfehlen für Leute die Zeit haben den Film mehrmals zu gucken und gerne Sachen auf der Leinwand entdecken, die nicht unbedingt da sind.

Alle die eine gut erzählte, unterhaltsame Geschichte sehen möchten, sollten etwas anderes gucken.


THERE WILL BE BLOOD

Und hier kommt der nächste nominierte und der nächste, leider, "Langweiler"!

Leider, weil die erste Hälfte des Films so anfängt als ob es locker der beste Film des Jahres werden könnte...
Daniel Day Lewis Charakter Darstellung ist so markant, dass sie die zweite Hälfte des Films - die abflacht und sich ständig wiederholt - komplett überschattet!
Manchmal wird Lewis in THERE WILL BE BLOOD wie eine computer-generierte Figur, die nicht richtig mit dem Rest des Films gemischt wurde.

Ich könnt ja anfangen den Film blind zu loben.
Kritiker nennen den Film bereits den neuen CITIZEN KANE. Von der langatmigkeit stimmt dies schon...

Wenn die Rivalität zwischen Lewis Charakter und dem jungen Reverend Eli nur stärker ausgebaut wäre (wie z.b. in Scoreses GANGS OF NEW YORK) und nicht ab und zu "an und aus" gemacht würde, hätten wir hier eindeutig den besten Film des Jahres.

Aber Regisseur P.T.Anderson ist einfach zu selbstverliebt um einen Film zu "erzählen".
Er macht macht lieber Filme für sich und seine Freunde die sofort verstehen könnten was er meint.
Und natürlich für Pseudo-Intellektuelle die sobald sie Namen wie seinen, oder Tarantinos lesen, die Filme selbstredend als Meisterwerke einstufen!

Der einzige "zugängliche" Film aus seiner Filmografie bleibt immer noch BOOGIE NIGHTS.


JUNO

Kommen wir nun zum einzigen unterhaltsamen Film der nominierten Fünf.

Wenn ich "unterhaltsam" sagen, meine ich keine "Schenkelklopfer" oder so etwas.

Ich meine Geschichten die uns für zwei Stunden in ihre Welt entführen uns Menschen näher bringen und uns wieder entlassen in dem wir Teile davon in unsere Realität mitnehmen.

Dies schaffen weder die Karikaturen der Coen Brüder (ich meine den Lateinamerikanischen Terminator) die des P.T. Andersen (Dagobert Day Lewis) oder die noch stärker ergrauten Haare von Clooney, nicht.

JUNO schafft dies locker. JUNO ist nicht unbedingt der Kandidat für bester Film des Jahres.
Wieso? Weil er "leichter" wirkt als die drei vorherigen.
Dies ist das Schicksal von Filmen wie LITTLE MISS SUNSHINE, SIDEWAYS usw.
JUNO ist eindeutig besser als LITTLE MISS SUNSHINE aber er wird's schwer haben.

Bei JUNO wird man kurzzeitig in das Leben der Charaktere reingezogen. Hier tauchen unterschiedliche Figuren auf, mit unterschiedlichen Vorlieben, Verlagen und Hoffnungen auf.
Ich hätte persönlich nicht gedacht, dass mich die Geschichte des Adoptiv-Pärchens (gespielt von Jennifer Garner und Jason Bateman) und deren aufkommende Beziehungskrise so mit nimmt - wahrscheinlich weil ich mich selbst gerade in so einer Lage befinde (nicht des Adoptierens)

Jedenfalls wünsch ich Reitmann's JUNO viel Erfolg, die Chancen stehen nicht so gut, aber wer weiß...


ATONEMENT

So, gerade noch kurz vor der Verleihung ATONEMENT gesehen!

Und was soll ich sagen: dies ist der beste Film der fünf nominierten.
Ohne Frage sogar. Für mich persönlich auch einer der besten Filme des Jahres 2007!

Bin eigentlich noch sprachlos, aber gleichzeitig genervt, dass Regisseur Joe Wright für seine groaßrtige Arbeit NICHT nominiert ist.
Dafür ist MICHAEL CLAYTON's Regisseur für die Schlaftabletten-Arbeit nominiert. Schande!

Ich glaube nicht, dass ATONEMENT große Chancen auf den Oscar hat, aber es wäre eine schöne und angemessene Überraschung wenn es in ein paar Stunden heißt:
"...and the Oscars goes to: ATONEMENT"

Source: GreekGeek

 

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