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MONSTER HOUSE

MONSTER HOUSE (2006)

Regie: Gil Kenan
Drehbuch: Dan Harmon, Rob Schrab und Pamela Pettler
 

OV - Stimmen:
 Steve Buscemi, Nick Cannon, Maggie Gyllenhaal, Jon Heder, Kevin James, Jason Lee, Sam Lerner, Mitchel Russo, Spencer Locke

Kamera:
Xavier Perez Grobet
Schnitt: Adam P. Scott, Fabienne Rawley

Musik: Douglas Pipes
Laufzeit: 91 min.
Dt. Start: 17.08.06

Verleih:
Sony Pictures



Kurzinhalt:

Der 12-jährige DJ (MITCHELL MUSSO) ist sich sicher, dass mit dem Haus des schrulligen Herrn Nebbercracker (STEVE BUSCEMI) auf der gegenüberliegenden Straßenseite irgendetwas nicht stimmt. Ständig gehen dort auf mysteriöse Weise die unterschiedlichsten Dinge verloren: Bälle, Dreiräder, Spielzeug und sogar Haustiere. Und auch Frau Nebbercracker wurde schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen…

 

Als kurz vor Halloween ein weiterer Basketball in den Tiefen des Hauses verschwindet, wird es endlich Zeit zu handeln. Gemeinsam mit seinen Freunden, dem pummeligen Chowder (SAM LERNER) und der neunmalklugen Jenny (SPENCER LOCKE) will DJ das Geheimnis dieses unheimlichen Hauses ergründen und endlich wieder Ruhe in die Nachbarschaft bringen.

 

Doch diese Rechnung hat er ohne das Haus gemacht, das plötzlich sehr viel lebendiger ist, als es den drei Kindern lieb ist…

 

Regisseur Gil Kenan gibt mit dieser animierten, wahnwitzigen Grusel-Komödie für die ganze Familie sein Spielfilm-Debüt, unterstützt von den beiden Oscar®-Gewinnern Robert Zemeckis („Der Polarexpress“, „Verschollen“, „Forrest Gump“) und Steven Spielberg („München“, „Krieg der Welten“), die als ausführende Produzenten fungieren. MONSTER HOUSE wurde mit der bereits bei „Der Polarexpress“ erprobten CGI-Technologie „Motion Capturing“ realisiert, bei der die von realen Schauspielern gespielten Szenen auf digitale Figuren und in eine digital animierte Welt übertragen werden. So sind in den verschiedensten Rollen Steve Buscemi („Big Fish”), Maggie Gyllenhaal („Mona Lisas Lächeln”), Kevin James („The King of Queens”) und Kathleen Turner („Der Rosenkrieg”) als animierte Charaktere zu sehen.


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MONSTER HOUSE ist von GreekGeeks zwei wichtigsten Regisseuren - Steven Spielberg und Robert Zemeckis - produziert worden. Das übt natürlich eine sehr grossen Druck auf den Film, bei mir, aus!
Außerdem soll der Film genau den Zauber auf die Leinwand bringen, für die beidens in den 80er bekannt waren.
Ich nenn es mal "die Magie des alltäglichen und das Hinterhofwunder".
Filme wie GREMLINS, BACK TO THE FUTURE und THE GOONIES, haben eine bestimmte Generation von Filmfans dermassen geprägt, dass sie jetzt versuchen auch so etwas in der Art zu machen!
Wie gesagt, der Druck war gross und ich muss sagen der Film ist sehr gut!
MONSTER HOUSE ist der Überraschungsfilm des Sommers und der Film hält alles was er verspricht und bietet durch eine dramatischen (im Film) Vorfall eine interessante Wendung.

      

Die Animation des Films ist unglaublig. Wurde dem letzten Motion-Capture Film, THE POLAR EXPRESS, noch vorgeworfen leblos zu wirken, kann man dies von MONSTER HOUSE kaum behaupten. Es liegt bestimmt auch daran, dass die menschlichen Figuren ein wenig überzogen dargestellt werden und deswegen "echter" in ihrem Umfeld wirken.
Nach 3 bis 4 Minuten hatte ich eh vergessen, dass es sich um einen computergenerierten Film handelt!

      


Jeder kennt die Probleme die die beiden Jungs DJ und Chowder in der Handlung von MONSTER HOUSE beschäftigen. Jeder von uns hatte bestimmt mal als Kind einen Nachbarn vor dem er/sie, vielleicht ohne bestimmten Grund, panische Angst hatte. Das sind die, für uns, verrückten Bewohner des Hauses, oder der Wohnung nebenan gewesen.
(Anm. GreekGeek: ok, ich hatte sie auch als ich älter war).
Dass vielleicht ein anderes Problem hinter dem grundlosen Wahnsinn steckte, sollte uns in dem Alter nicht interessieren.
(Anm. GreekGeek: hinter dem Wahnsinn meiner Nachbarin steckte bestimmt nichts dahinter. Ich schwöre!)

So geht es auch den beiden Jungs. Der alte Mann auf der anderen Straßenseite ist für sie, einfach nur Böse. Er verjagt die Kinder die seinen Rasen betreten, klaut ihnen ihr Spielzeug und schreit sie an. Als er eines Tages bei einem kleinen Streit, mit den beiden Jungs, einen Herzanfall bekommt und das Haus alleine steht, beginnt der Horror für DJ und Chowder.

      


MONSTER HOUSE ist ein perfekter Film. Er ist von Anfang bis Ende perfekt ge“time“d. Jede Szene, jede Nuance funktioniert bestens. Die animierten Figuren agieren besser als jeder Schauspieler und die Akteure die sie sprechen (bzw. im Motion-Capture Verfahren auch spielen) sind in Höchstform.
Die Story funktioniert auf mehreren Ebenen, die Auflösung ist schön dramatisch (natürlich im Rahmen der Handlung) und die Atmosphäre stimmt bis ins kleinste Detail!
Der Film hat eine Menge gruseliger Momente, aber eher in der Art in der wir uns früher gerne, von Filmen wie POLTERGEIST, E.T. und STAND BY ME in gewissen spannenden Momenten, erschrecken ließen. Die Kinder agieren wie echte Kinder, nicht wie Erwachsene denken, dass Kinder sich benehmen würden (siehe DAS SAMS oder BIBI BLOCKSBERG). Im Laufe der Handlung kommt, zu den beiden Hauptrollen der Jungs, noch ein Mädchen, Jenny, hinzu. Natürlich versucht jeder der beiden Jungs ihr auf seiner Art zu imponieren. Diese kleinen, aber feinen, Momente sind an Echtheit, bzw. Komik, kaum zu übertreffen.

MONSTER HOUSE spielt mit den Ängste und Wünschen die man in dem Alter zwischen 6 und 10 Jahren hat. Und mit dem was wir in unserem Erwachsenenalter davon mitnehmen. Es gibt eine Szene, in der die Tür des MONSTER HOUSE aufgeht und ein Erwachsener einen Papierdrachen sieht, den er in seiner Kindheit verloren hat. Das Haus lockt mit verlorenen oder nie erlangten Wünschen. Wenn GreekGeek davor stehen würde, wäre es die Lego Polizeistation, die er von seinen Eltern nie bekommen hat (obwohl er lange und intensiv gebettelt hat). Beim ScoreMaster wäre es das Playmobil Piratenschiff. (GreekGeek knows!)
Aber vielleicht ist ja auch gut so, dass wir solche unerfüllten Wünsche immer noch in uns schleppen.

      

Ab dem Moment wo die Kids das Haus betreten, beginnt eine Geister-Achterbahn-Fahrt der Sinne, die ich mit Spoilern auf keinen Fall verderben möchte. MONSTER HOUSE bringt genau das Gefühl rüber, das eben Filme wie THE GOONIES, EXPLORERS usw. vor ca. 20 Jahren in uns alle hochkommen ließ. Natürlich nur wenn wir es jetzt, in unserem derzeitigen Alter, auch zulassen!
Bei mir hat es 100%ig funktioniert!

Zu betonen wäre noch der herrliche Soundtrack des Films von Douglas Pipes. Er weiß genau wo er wann Musik einsetzen muss und in keiner Weise versucht den Film instrumental zu erschlagen. Pipes hat die besten Momente, aus Filme solcher Art, eines Jerry Goldsmith aufkommen lassen, ohne dabei wie das original zu klingen. Hochachtung!

Man sollte auf ihn und auf den Newcomer Regisseur Gil Kenan achten. Kenan hat das Zeug, wenn er so weiter macht, uns noch lange zu verzaubern. So wie es seine beiden Entdecker und Produzenten, Jahre zuvor gemacht haben!



GreekGeek July-2006

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