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MIAMI VICE

MIAMI VICE (2006)

Regie: Michael Mann
Drehbuch: Michael Mann
 

Darsteller:
 Colin Farrell, Jamie Foxx, Gong Li, Luis Tosar, Naomi Harris, John Ortiz, Ilan Kriegsfeld

Kamera: Dion Beebe
Schnitt: William Goldenberg, Paul Rubell

Musik: John Murphy
Laufzeit: 140 min.
Dt. Start: 24.08.06

Verleih:
UIP


Kurzinhalt:

Zweifelsohne prägte „Miami Vice" das Lebensgefühl der 80er. Jetzt bringt Michael Mann („Heat", „Collateral") die erfolgreichste TV-Serie aller Zeiten auf die große Kinoleinwand. Colin Farrell („Alexander") und Oscarpreisträger Jamie Foxx („Ray", „Jarhead") geben sich als Sonny Crockett und Ricardo Tubbs die Ehre. „Miami Vice" - spektakulärer kann Florida nicht sein.

Ihre Wagen: noch schneller! Ihre Boote: noch schnittiger! Ihre Anzüge: noch teurer! Sonny Crockett und Ricardo Tubbs geben wieder Vollgas - natürlich undercover. Tubbs schmuggelt Drogen nach Süd-Florida, um einem kubanischen Dealer-Ring das Handwerk zu legen. Crocket schleust sich unterdessen bei den Lieferanten ein und lernt dort Isabella (Gong Li) kennen. Doch damit begibt sich der Sunnyboy auf dünnes Eis.

Die atemberaubende Bildgewalt wird untermalt von einem Soundtrack, der einem die volle Ladung gute Laune auf die Ohren gibt. Wer die Hits von morgen sucht, muss den Film des Sommers sehen. Ultracool, temporeich, actiongeladen - keine Frage, „Miami Vice" wird der Blockbuster des Jahres.

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Als ich den Trailer zu MIAMI VICE gesehen habe, war ich nicht sonderlich begeistert von dem was dort präsentiert worden ist. Dementsprechend waren meine Erwartungen nicht so hoch als ich den Film letzten Dienstag gesehen habe.

Dennoch hatte ich mich darauf eingestellt eine gute Story zu sehen, mit toller Action und zwei coolen, vielleicht zu coolen Hauptdarstellern, die die Erinnerung an die Serienhelden Sonny Crockett und Ricardo Tubbs hoch halten.
Ich muss sagen, diese zugegebenermaßen geringen Ansprüche wurden noch deutlich unterboten.

MIAMI VICE ist ein langweiliger und vorhersehbarer Krimi der viel zu lang geraten ist.

Die bunten Farben der Serie sind einem verwaschenen und dunklem Look gewichen und wo vorher die Arbeitsweise der MIAMI VICE Unit und die Zusammenarbeit und Freundschaft seiner Hauptdarsteller wichtig war, setzt Michael Mann hier auf überstylte Szenen und eine unnötig ausgedehnte Liebesgeschichte. Wer Jungs in schnellen Autos sehen will, die ständig das Handy am Ohr haben oder in ihrem schnellen Speedboot zeigen wollen, was für Männer sie doch sind, der ist in diesem Film richtig. Allerdings seid vorgewarnt: Denn es könnte euch passieren, dass ihr bei dem dritten Treffen mit dem 2. Vice-Abteilungsleiter des Oberbösewichtes schon eingeschlafen seid.


Die Eingangsszene verspricht eine spannende Story, doch wird diese nach ca. 20 min. für die Hauptgeschichte einfach links liegen gelassen. Es geht um Drogen und wer diese ins Land schmuggelt. Wir bekommen einen Eindruck von der Arbeitsweise von Sonny und Rico, die sich als Drogenlieferanten anheuern lassen. Alles läuft nach Plan, bis sich Sonny in die Frau des Ober-Bosses verliebt. Die beiden machen Kurzurlaub auf Cuba und für ca. 30 min scheint die Krimihandlung auf Pause zu stehen. Die theatralische Sexszene, in der die Gangsterbraut beim Liebesakt mit Sonny anfängt zu weinen, kann man eigentlich nur als Bitte um eine goldene Himbeere interpretieren. Danach wird uns auch mal wieder Jamie Foxx gezeigt, der als Rico wie eine Randfigur in diesem Film wirkt. Im großen Showdown war mir nicht klar, wer auf wen schießt und warum keiner trifft, aber das kann durchaus an den verwackelten und pseudo-dokumentarischen Bildern gelegen haben.


Schade, schade, eine gute Chance eine der beliebtesten Serien der 80er Jahren wieder aufleben zu lassen, wurde vertan. Vielleicht sollte Michael Mann noch einmal genauer analysieren, was das Besondere an MIAMI VICE war, bevor er durch diese „Modernisierung“ die alte Serie und die Erinnerung daran zu Grabe trägt. Jamie Foxx und Colin Farrell wirken ein wenig unterbeschäftigt und haben gegen die stereotype Story, die nichts bietet, was man nicht schon 10 Mal woanders gesehen hat, keine Chance. Wer wissen will wie die Polizeiarbeit in Miami im Jahr 2006 aussieht, ist wahrscheinlich bei CSI: MIAMI besser aufgehoben. Dennoch, da ich ein großer Freund von Krimis bin, würde ich den Film als C- einschätzen.


 

 

Frank 'n Steiner  July-2006

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