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A CHRISTMAS CAROL

A CHRISTMAS CAROL

Regie: Robert Zemeckis
Drehbuch: Robert Zemeckis

Darsteller: Jim Carrey, Gary Oldman, Colin Firth, Bob Hoskins

Kamera: Robert Presley
Schnitt: Jeremiah O'Driscoll

Musik: Alan Silvestri

Laufzeit: 96 min.
Dt. Start: 05.11.09
Verleih: Walt Disney Pictures


„Diese Erzählung ist so visuell und filmisch – es scheint, als hätte Charles Dickens sie fürs Kino geschrieben. Es handelt sich hier um die größte Zeitreise-Geschichte aller Zeiten, und ich wollte sie so verfilmen, wie es dem Autor – meiner Meinung nach – ursprünglich vorgeschwebt hatte.”

Robert Zemeckis - Regie, Produktion, Drehbuch

Mit DISNEYS EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE lädt Robert Zemeckis ein zu einer Achterbahnfahrt für alle Sinne. Denn der Oscar®-preisgekrönte Filmemacher macht aus der fantastischen Grundhandlung des Klassikers von Charles Dickens ein bahnbrechendes 3-D-Filmereignis.

Wie jeden Tag zeigt sich Ebenezer Scrooge (JIM CARREY) auch am Heiligen Abend als Geizhals und Misanthrop, ob er nun seinen getreuen Buchhalter (GARY OLDMAN) anblafft oder seinen gut gelaunten Neffen (COLIN FIRTH). Wenig später begegnet er dem Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Joseph Marley, der im Jenseits den Preis für seine Herzlosigkeit bezahlt.
Marley, der Scrooge ein ähnliches Schicksal ersparen möchte, erzählt ihm, dass er von drei Geistern Besuch bekommen wird.
Und in der Tat:
Die Geister der vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Weihnacht entführen den alten Scrooge auf eine Reise, die ihm letztendlich die Augen öffnet.
Dabei wird er mit Wahrheiten konfrontiert, die er am liebsten verleugnen möchte, doch er muss sein Herz öffnen und seinen jahrelangen Groll ablegen, bevor es zu spät ist.



Review:

Zwei Jahre lang berichtet nun greekgeek über Robert Zemeckis A CHRISTMAS CAROL.
Ist der Film all diese Vorberichte und Vorfreude wert: Oh yes!

Robert Zemeckis ist für mich persönlich der Zauberer des Kinos schlechthin. Ob es der 1985er BACK TO THE FUTURE ist (immer noch in meiner Top 5 aller Zeiten) über WHO FRAMED ROGER RABBIT bis hin zu FORREST GUMP, WHAT LIES BENEATH oder BEOWULF: Zemeckis nutzt alle möglichen oder noch unmöglichen Werkzeuge um uns Geschichten zu erzählen.

Und die neueste ist eben die altbekannte Geschichte des Scrooge. Jeder kennt sie, egal in was für einer Interpretation. Doch hier erwacht sie zum ersten Mal direkt aus den Illustrationen und den Gedanken des Autors Charles Dickens. Das viktorianische London sieht genauso aus wie Gemälde und Skizzen aus und über die Zeit.



Die Eröffnungstitel des Films (einer der vielen Hohepunkte von A CHRISTMAS CAROL) lassen uns diese Welt, in einem Flug durch London, näher kennenlernen. Nach diesen phantastisch gefilmten, bzw. realisieten Momenten, wissen wir in was für einer Welt Scrooge lebt.

Und von dem Moment aus in dem wir Jim Carrey als Scrooge zum ersten Mal sehen, wissen wir, dass dies die absolute Carrey Show ist.
Schade, dass die Motion Capture Leistung von Leuten die dies bewerten könnten noch nicht anerkannt wird.
(Obwohl Brad Pitts Leistung in THE CURIOUS CASE OF BENJAMIN BUTTON hauptsächlich auf „Motion Capture“ basiert).

Ob es nun Scrooge, in alt, jung oder Kind ist, oder ob es der Geist der vergangenen Weihnacht, der gegenwärtigen oder zukünftigen Weihnacht ist: Carrey bestimmt diesen Film. Colin Firth, Gary Oldman und sogar Eddie Valliant Darsteller Bob Hoskins haben sehr nette Auftritte als mehrere Charaktere, aber Carreys Leistung ist phänomenal.



Dies ist natürlich auch dem Drehbuch zu verdanken. Zemeckis verfasste es selbst und man merkt, dass diese Frechheit - ich nenn sie mal Frechheit, weil ich kein besseres deutsches Wort dafür finde – aus seinen BACK TO THE FUTURE Drehbüchern in den Originaltexte von Dickens injeziert wurde.

Ist es noch beim Besuch des ersten Geistes eine Art Zeitreise in die Vergangenheit des jungen Scrooges, so wird der Besuch des zweiten Geistes zu einem absolut-surrealen Abenteuer in die Gegenwart des „fiesen“ Mannes. Dort kommen auch die ersten Momente auf, in denen uns Scrooge leid tut.
Und als dann der dritte Geist auftaucht gelangen wir teilweise in FRIGHTENERS (von Zemeckis produziert, von Peter Jackson inszeniert) Territorium. Hier wäre ich als unter 10jähriger ab und zu mal richtig Angst haben.
Nicht umsonst steht in den TV Spots zu A CHRISTMAS CAROL, dass Disney den Film, obwohl er ab 6 Jahren ist, ab 10 empfiehlt.

A CHRISTMAS CAROL ist das absolute Happening des Winters. Es gibt wahrhaft wunderschön-gruselige Bilder in diesem Film, die sich auf jeden Fall einbrennen werden.



Zusammen mit dem diesjährigen UP und STAR TREK hat mit A CHRISTMAS CAROL an Punkten berührt die mit Verlust, Abhängigkeit, verpasste Chancen und Vergänglichkeit zu tun haben.
Wenn Kino so funktioniert (leider war dies dieses Jahr nur bei diesen drei der Fall) dann bin ich ein vollkommen glücklicher Kinogänger!

Nicht zu vergessen und sehr hervorzuerheben, ist der wunderschöne Soundtrack von Robert Zemeckis Hauskomponist Alan Silvestri.
Wie auch bei THE POLAR EXPRESS hat Silverstri den Geist der Weihnacht in Musiknoten eingefangen die den Zauber des Festes von der Tonspur springen lassen.

A CHRISTMAS CAROL ist ein wunderbarer „Feel-Good“ Film, der nicht nur der Film des Winters ist, sondern auch der Weihnachtsfilm der zukünftigen-Weihnacht(en) werden wird!


GreekGeek - November, 04, 2009



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