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10.000 B.C.

10.000 B.C. (2008)

Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser

Darsteller: Steven Strait, Camilla Belle, Cliff Curtis, Joel Virgel, Ben Barda, Mo Zainal, Nathanael Baring, Mona Hammond

Kamera: Ueli Steiger
Schnitt: Alexander Berner
Musik: Harald Kloser, Thomas Wander

Laufzeit: 109 min.
Dt. Start: 06.03.08
Verleih: Warner Bros.


Roland Emmerich inszeniert das gewaltige Panorama einer mythischen Urzeit, in der Götter und Geister die Welt beherrschen und mächtige Mammuts die Erde erbeben lassen.

Der junge Jäger D’Leh (Steven Strait), Mitglied eines abgeschieden lebenden Bergstamms, verliebt sich unsterblich in die schöne Evolet (Camilla Belle). Als eine Bande geheimnisvoller Krieger sein Dorf überfällt und Evolet entführt, nimmt D’Leh mit einer kleinen Gruppe von Jägern die Verfolgung auf: Er will Evolet um jeden Preis retten – selbst wenn er dafür bis ans Ende der Welt gehen müsste.

Erstmals wagen sich die Gefährten in unbekanntes Gebiet vor – sie entdecken, dass es außer ihrer eigenen noch ganz andere Kulturen gibt, dass die Welt weit über ihren bisherigen Erfahrungshorizont hinausgeht. Immer wieder stoßen sie auf andere Stämme, die ebenfalls von den Sklavenjägern heimgesucht worden sind. Und mit jeder Begegnung wächst D’Lehs kleine Gruppe, bis er ein ganzes Heer um sich geschart hat.

Auf ihrer Odyssee kämpfen die unvorbereiteten Krieger gegen Säbelzahn-Tiger und andere prähistorische Raubtiere, bis sie schließlich eine unbekannte Zivilisation entdecken.
Ihr Schicksal entscheidet sich in einem Reich jenseits aller Vorstellungskraft: Im Schatten monumentaler Pyramiden organisieren sie den Aufstand gegen einen Gott, der seine Macht missbraucht und ein brutales Schreckensregime errichtet hat.
Endlich begreift D’Leh, dass er nicht nur Evolet retten muss, sondern das gesamte Volk.



Review:

Roland Emmerich ist schon ein sehr interessanter Filmemacher. Erschaffer einiger des erfolgreichsten Blockbuster aller Zeiten und doch nicht beliebt bei der Geek und Filmfan Front.
(So'n bisschen wie Michael Bay!)
Seine Anfänge mit ARCHE NOAH PRINZIP und JOEY konnte ich nichts abgewinnen, da alles wie Kopien anderer Filmemacher aussah, die ich zu sehr schätze um dies "nett" zu finden.

MOON 44 war das erste Mal wo ich gedacht hab, dass seine Entwicklung interessant zu werden scheint! (Lag aber großenteils an dem großartigen Score von Joel Goldsmith - wieso kriegt Joel nicht größere Aufträge? Er hat den gleichen Drive und Einfallsreichtum wie sein Vater)

Dann kam UNIVERSAL SOLDIER, der überhaupt nicht mein Fall war. Nur die Macht die er danach gewann, war sehr spannend. Als nächstes sollte Emmerich ISOBAR drehen, einen "Monster-in-einem-futuristischen-Zug-gegen-Stallone" Spektakel, dass aber eingestellt wurde.

Ab da an horchte ich immer auf sobald es Gerüchte um einen neuen Emmerich Film gab. Seine Konzepte klangen immer wie Ideen die ich während einer U-Bahn Fahrt habe (dies ist nicht unbedingt negativ gemeint - sie wirken nur nicht zu Ende gedacht, weil die Endstation naht!)

STARGATE war dann sein Ticket in die A-Liga der Hollywood Regisseure. Ein ganz nettes Abenteuer das ihm verhalf sein INDEPENDENCE DAY Projekt sofort an das meist bittende Studio zu verkaufen. Respekt!!
Ab da an hatte ich nur noch Respekt für Roland! Seine Idee Studios zu präsentieren und sie dann sich gegenseitig auffressen lassen - Genial!

Dies hat vor ein paar Tagen mit seinem neusten Projekt, 2012, wieder mal hervorragend geklappt! Sony Pictures genehmigte ein 200 Mio.$ Budget!



Aber hier geht es ja um seinen aktuellen Film 10.000 B.C.

Dieser Film kam irgendwie ganz still zu stande. Kein großes Tra-Ra, die Geek-Online-Seiten sind nicht richtig heiß drauf und das Studio (Warner) nahm ihn aus dem Sommer 2007 raus um ihn ins Frühjahr 2008 zu starten (Laut Studio wollen sie die Nische ausnutzen die 1999 von THE MATRIX und letztes Jahr, überraschend und sehr erfolgreich, von 300 genutzt wurde!)

Nachdem ich 10.000 B.C. nun "überstanden" hab, muss ich sagen, dass ich eher glaube, dass Warner den Film gesehen hat und Angst hatte sich mit dem im starken Sommer '07 zu behaupten. Nun startet der Film konkurrenzlos und soll, am ersten Wochenende, so viele Kinokarten verkaufen wie es geht.

Denn ein zweites WE wird dieser Film kaum heil überleben.
Das letzte Mal, als ich einen Film gesehen hab in dem das Publikum - bei nicht lustig gemeinten Szenen - gekichert hat, war es bei M. Night Shyamalan's LADY IN THE WATER (siehe GreekGeek's Review).

Zur Beruhigung: 10.000 B.C. ist besser als LADY IN THE WATER. Und besser als POSEIDON (siehe GreekGeek's Review).

Komischerweise sind alle drei Filme Warner Bros. Produktionen!!!

Aber genau wie die beiden genannten Film nimmt 10.000 B.C. einen Platz in der Top Liste der schlechten Filme ein. Ich kann kaum glauben, dass so ein Klischee-überladenes Drehbuch verfilmt worden ist. Genau wie bei LADY IN THE WATER ist bestimmt nicht das Studio was den Film verhunzt hat. Emmerich (genau wie Shyamalan bei LADY IN THE WATER) hat die volle Kontrolle über den Film und... das sieht man.



Die beiden letzten Filme, THE DAY AFTER TOMORROW (2o04) und THE PATRIOT (2000) waren beides keine original Drehbücher von ihm selbst, wie sonst immer, sondern von anderen Drehbuchautoren.
Dies merkt man auch.
10.000 B.C. hat er zusammen mit Filmmusik-Komponist und Freund Harald Kloser geschrieben. Ich könnte jetzt sagen, dass er lieber bei Musik bleiben sollte, der Kloser, aber ein David Arnold (der die tollen Scores zu STARGATE (1994), ID4 (1996) und GODZILLA (1998) geschrieben hat) ist er auch nicht.
Die Musik zu 10.000 B.C. dümpelt vor sich hin und erinnert an alles und gar nichts.

Aber zurück zum Drehbuch: da ich die Sachen vor STARGATE doof fand und den neuen leider auch war der Zauber der Emmerich Filme von 1994,1996 und (dem grottigen) 1998 eindeutig Co-Autor Dean Devlin!
Seit dem die beiden nicht mehr zusammen arbeiten und die Vorlagen von anderen Autoren sind, kommt der "schlimme" Emmerich des JOEY und HOLLYWOOD MONSTER (ganz schrecklich) in ihm vor.

10.000 B.C. ist eigentlich die komplette zweite Hälfte von STARGATE - nur in langweiliger. Es geht um ein niedergedrücktes Volk und denn nachfolgenden Aufstand gegen mächtige Unterdrücker.

Und das war's schon. Plötzlich kommen die Endtitel und das einzige was ich dachte war: "das ist dich jetzt 'n Scherz".



Hätte er wenigstens Aliens eingebaut.
Ein bisschen Erich von Däniken hätte dem Film sehr gut getan. Es gab im Laufe der Handlung einige Hinweise darauf, dass die "bösen Herrscher" Außerirdische sein könnte, aber dem war nicht so. Leider.

Wenn der "böse Herrscher" am Schluss besiegt wird dachte ich kurzzeitig, dass sich unter der Verkleidung Bruce Darnell befindet. Jedenfalls wäre das Lachen des Publikums befreiender gewesen als das Unterdrückte kichern, bei dem ansonsten "total" ernsten Film!
"Das ist der Wahhheit", hätte der böse gesagt und alles wäre klarer und verständlicher gewesen als das Endprodukt uns je zeigen wollte!!

Dann viel es merkwürdig auf, dass alle "bösen" im viel nicht nur moslemisch aussahen, sondern auch von arabisch aussehenden Schauspielern gespielt wurden.
Aber da der Klischee"Mentor" des guten auch arabische Gesichtszüge hat, ist das auch wieder nichtig - oder nicht???

Und der zweitböse hatte eine verstellte Stimme die genauso bearbeitet klang wie die von Ober-Perser Xerxes in 300?!?!

Einziger Bonus Punkt des Films ist die Klasse Verfolgungsszene mit den Riesen Strauße (oder so was). Hier wird endlich die Theorie fortgesetzt die die JURASSIC PARK aufgestellt haben:
dass die heutigen Vögel die Nachfahren der Dinosaurier sind. Nicht wie fälschlicherweise gedacht die Echsen!
Info GreekGeek: Apropos JURASSIC PARK - wem die Hauptdarstellerin bekannt vorkommt: Camilla Belle war das kleine Mädchen am Anfang von THE LOST WORLD: JURASSIC PARK, dass von den kleinen Compsognathen angegriffen wird. 11 Jahre her!

Jetzt macht mir natürlich das neue High Konzept Projekt 2012, dass Emmerich zusammen mit Kloser geschrieben hat, große Sorgen!!

Das Ende aller Tage - für die Charaktere im Film oder für das Publikum im Saal???





GreekGeek, Februar 2008

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